The Robot Guitar
Hearing is Believing
Crash Course in Tunings
Intonation
Meet the Inventor Limited Editions
 

Gibson spricht mit Chris Adams: Erfinder des Auto-Tuning Systems der Robot-Guitar


Meet the Inventor of the Robot Guitar's Self-Tuning System

Die Idee des Auto-Tuning Systems der revolutionären Robot-Guitar kam Chris in Momenten der Frustration. Genervt von der Tatsache, dass er seine Gitarre nicht “in tune” halten konnte, verbrachte er viel Zeit damit das Internet nach einem automatischen Tuning-System zu durchforsten. Enttäuscht durch die Tatsache, dass es kein System auf dem Markt gab, malte er sich die Idee eines Systems aus, das seine Gitarre in kürzester Zeit automatisch stimmt. Ihm fielen weitere Möglichkeiten ein, die das System möglich machen könnte: Das System sollte es ermöglichen, unkompliziert zwischen verschiedenen Tunings wechseln zu können, mit perfekter Intonation, automatisch gestimmt.

Die Entwicklung eines solchen Systems war absolutes Neuland für Adams. Was ihn aber nicht abschreckte. In über 10 Jahren entwickelte der professionelle Gitarren-Tech ein perfektes, ultraleichtes und genial-einfaches System, dass Gitarren in wenigen Sekunden automatisch in die gewünschte Stimmung bringt. “Ich wollte etwas entwickeln, dass die typischen Stimmungen nicht verändert, das tonale Konzept des Instruments beibehält. Aber wir mussten soviel neue Technologie entwickeln um das System zu dem zu machen, was es heute ist,” erklärt Adams. 2005 gründete er in Hamburg seine Firma Tronical und begann seine Erfindung bekannt zu machen. Es dauerte nicht lange, bis sein System in aller Munde war.

Uli Jon Roth, Steve Vai, Billy Corgan und viele weitere bekannte Gitarristen haben bereits begonnen das Sytem auf den Bühnen der Welt zu nutzen. “Ich habe niemanden getroffen, der es nicht liebt,” sagt Adams. “Es ist der Traum eines jeden Gitarristen. Sie müssen sich nun keinen Kopf mehr über das Stimmen machen. Viele Musiker haben mir gesagt, dass das System sie so relaxt auf der Bühne sein lässt, denn egal was passiert, die Gitarre ist 100% gestimmt. Man kann noch kreativer sein.”

Was war Dein Gedanke über die Partnerschaft mit Gibson?

Ein Traum wurde war. Ich bin sehr stolz, denn Gibson ist der Mercedes unter den Gitarren. Es ist nicht irgendeine Marke; Gibson ist der beste Gitarrenhersteller der Welt. Das sagt auch etwas über das System aus. Es ist ein innovatives Qualitätsprodukt. Darum passt es so gut zu Gibson, denn Gibson ist immer vorne dabei, wenn es um Innovationen geht.

Für welche Gitarristen ist die Robot Guitar interessant?

Es passt zu jedem Gitarristen. Der Anfänger kann es nutzen. Es macht so viel mehr Spaß einen Gitarre zu spielen, die immer “in tune” ist. Professionelle Gitarristen spricht das System ebenso an, denn sie können nun noch mehr Dinge machen, die sie früher nicht fähig waren zu tun. Ein Gitarren-Tech kann die Gitarre neben der Bühne stimmen, aber auf der Bühne herrschen andere Bedingungen. Die hohe Temperatur verändert die Stimmung sofort, da eine gute Gitarre sehr empfindlich auf solche Veränderungen reagiert. Aber egal, wie gut die Stimmung neben der Bühne war, on stage wird es genauso perfekt gestimmt sein. Das System gibt die Kontrolle wieder den Gitarristen. Man muss als Gitarrist an so viele Dinge denken. Das Tuning im Auge zu behalten ist nun nicht mehr erforderlich.

Welche bekannten Musiker haben bereits das System für sich entdeckt?

Billy Corgan von den Smashing Pumpkins liebt es. Matt Bellamy von Muse hat es an seiner Gitarre. Uli Jon Roth, ehemaliger Gitarrist der Scorpions, sagt, dass er nicht mehr ohne es kann. Steve Vai konnte es nicht glauben, bis er es gesehen hatte. Als er es kannte, war es immer noch schwer für ihn zu glauben. Er erzählt jedem wie großartig es ist. Steve Lukather liebt es. Ich habe es Pete Townshend gezeigt, und er will mehr darüber wissen. Und das ist erst der Anfang.

Wie lange dauert es erfahrungsgemäß, um sich an das System zu gewöhnen?

Es dauert weniger als zwei Minuten um es zu verstehen. Man beginnt mit den Grundlagen. Das einzige was man tun muss, um es zu starten, ist es Knob zu ziehen, die Saiten anspielen und wenn alles im Display blau erleuchtet ist, dann ist man fertig. Wir haben das System Neunjährigen gezeigt, und sie haben es sofort verstanden.

Wie funktioniert das Tunen eigentlich?

Wir haben Piezoelektronik-Elemente in der Tune-o-matic Bridge, durch die jede der Saiten geht. Elektronische Frequenzen werden durch die Saiten geschickt und blitzschnell, sehr präzise verarbeitet werden. Die Bridge kommuniziert mit dem Headstock über die Saiten. Das heißt, die Informationen werden überhalb der hörbaren Frequenz zum Headstock transportiert, wo die Micro-Controller sitzen. Wenn man die Saiten anschlägt, werden sie konstant über die Signale in Stimmung gehalten.

Was ist die Aufgabe des “Master Control Knob”?

Der “Master Control Knob” ein eigentlich ein regulärer Ton-Regler. Er wir nur zum “Master Control Knob”, wenn man ihn herauszieht. Dann wird das LED-Display für die sechs Saiten erleuchtet. Die Hauptfunktion ist das Anzeigen des aktuellen Tunings der Gitarre. Um das System zu aktivieren zieht man also den Regler heraus und man sieht die sechs Saiten-Symbole in rot. Das bedeutet, dass das System aktiviert ist. Jetzt muss man die Saiten anspielen. Wenn die Symbole rot blinken beginnt es die Signale anzunehmen. Gelbes Blinken bedeutet, dass die Signale zum Headstock geschickt werden und dort von den Controllern verarbeitet werden. Wenn ein Saiten-Symbol konstant grün leuchtet, dann ist diese Saite gestimmt. Blinken alle sechs Saiten blau, dann ist die Gitarre in der gewünschten Stimmung.

Das ist die Basic-Funktion, aber man kann noch so viel mehr damit machen. Unter dem Display ist ein Mircoswitch verbaut, ähnlich der Enter-Taste am Computer. Mit dieser Taste kann man zwischen den verschiedenen Presets und Funktionen wählen. Es gibt sechs verschiedene Presets plus dem regulären Tuning. Aber man ist nicht beschränkt auf die Presets, die vorprogrammiert sind. Man kann individuelle Tunings zudem speichern.

Die Robot Guitar sogar die Intonation einer Gitarre perfektionieren. Wie funktioniert das?

Oftmals haben Gitarristen nicht die Probleme mit den Tunings, sondern eher mit der Intonation. Auch wenn die Gitarre gestimmt es klingt sie einfach nicht gut. Je höher man in den Bünden geht desto ungenauer wird die Intonation und die Töne werden ungenauer. Intonation ist sehr umständlich – oftmals muss man zu einem Gitarren-Tech gehen, die auch nicht immer perfekte Jobs machen.

Mit dem System an der Robot Guitar wählt man das “I” aus und drückt für mehr als drei Sekunden auf das Display. Das aktiviert den Intonationsmodus. Jetzt sucht man sich die Saite aus, die man intonieren will. Dann greift man die Saite am 12ten Bund. Das Display zeigt nun an wieviel halbe Umdrehungen man in welche Richtung machen muss. Im oder gegen den Uhrzeigersinn. Das macht man für jede Saite. Es dauert ca. fünf Minuten bis man die Gitarre intoniert hat. Die Abweichungen bewegen sich im Bereich um 0,2 %. Das System ändert die Art, wie man Gitarre spielt. Steve Vai hat mir erzählt, dass er nun Akkorde spielen kann, die vorher immer falsch geklungen haben.

Es macht sogar das Saitenwechseln einfacher, richtig?

Absolut. Es gibt einen “Sting up/String Down” Modus für jede Saite. Sagen wir, die D-Saite ist gerissen. Man entfernt nur die Reste der alten Saite, führt einen neue ein, befestigt diese gut mit dem Locking Head. Dann aktiviert man das System, und wählt den Buchstaben D aus und drückt den Knopf für mehr als drei Sekunden. Das aktiviert den “String Up”-Modus und die D-Saite wird automatisch aufgezogen bis in die richtige Position. Dann nochmal tunen und man ist fertig. Das funktioniert für jede Saite.

Wie oft muss man das System tunen wenn man spielt?

Wenn man das System bekommt ist die eigene Toleranz für eine ungestimmte Gitarre sehr niedrig. Man gewöhnt sich sehr schnell an das System. Nach zwei Wochen hört man weitaus mehr als vorher, da man eine Gitarre spielt, die immer perfekt gestimmt ist. Man nutz die automatische Tuningmöglichkeit nun sicherlich öfter, da man es gewohnt ist, so zu spielen. Wenn man das System einmal hat, dann wird es zur Selbstverständlichkeit “in tune” zu sein.